Reflexionskunst – Schlüssel zur menschlichen Intelligenz (MI)

Dies ist kein Feldzug gegen die Künstliche Intelligenz, sondern ein Plädoyer und ein Wegweiser für die einmalige menschliche Begabung zum schöpferischen Denken. Reflexionskunst verbindet philosophisch fundierte Prinzipien, systemisches Denken und konzeptionelle Illustration zu einer umfassenden Rationalität. Wenn man Sprache und Logik mit Fantasie und bildhafter Symbolik verbindet, fördert dies die Anschaulichkeit und stellt die begrifflich-analytische Auseinandersetzung mit einem Thema in einen ganzheitlichen Zusammenhang.
Schon früh in der Menschheitsgeschichte traten unabhängige Geister auf den Plan, die herkömmliche Narrative argumentativ auf den Prüfstand stellten. Sokrates hinterfragte gängige Auffassungen von Ehre, Mut, Tapferkeit und Frömmigkeit als bloße Konventionen und forderte eine begründete Bestimmung dessen, was wirklich tugendhaft ist. Gegen die Sophisten, die Wahrheit oft der Überzeugungskraft der Rede unterordneten, setzte Sokrates die sokratische Maieutik und das Prinzip, dass wahres Wissen argumentative Prüfung braucht. Sokrates untersuchte die Frage, ob „rechtmäßig“ gleich „gerecht“ ist, und ob man Gesetzen blind gehorchen muss; er suchte nach einer ethischen Begründung für Gehorsam und Ungehorsam. Er thematisierte traditionelle religiöse Deutungen von Schuld und Frömmigkeit und hinterfragte populäre göttliche Erklärungen für moralische Pflichten.
Hierzu entwickelte Sokrates eine Methode des strukturierten Dialogs zur Gedankenprüfung, die er als „Hebammenkunst“ bezeichnete. Zweck der sokratischen Gesprächsführung ist nach seinem Schüler Platon die gemeinsame Einsicht in einen normativen und/oder zwischenmenschlichen Sachverhalt auf der Grundlage von Frage und Antwort. Der Ausspruch „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ kennzeichnet die ergebnisoffene und lernbereite Haltung von Sokrates gegenüber seinen Gesprächspartnern. Das eigene Denken einschätzen und gestalten zu können ist ein Haupanliegen von Sokrates, der meinte, dass ein Leben ohne Prüfung für den Menschen nicht lebenswert sei.
Der doppelte Ansatz der Reflexionskunst überwindet blockierende Denkroutinen und unterkomplexe Lösungsstrategien und verleiht dem Denken ästhetische Spannkraft. Seriöse und professionelle Denkschulen sind der Anknüpfungspunkt der Reflexionskunst des Ehepaares Dieter Hager und Marianne Schricker-Hager. Uns geht es darum, wichtigen sozialwissenschaftlichen und philosophischen Einsichten klaren sprachlichen und bildhaften Ausdruck zu verleihen und sie dadurch auf eine neue Stufe der Inspiration zu heben. Unsere ästhetische Position liegt in der Mitte zwischen einem selbstbezüglichen L’art pour l’art und einer politik-, moral- oder kommerzbezogenen Instrumentalisierung von Kunst.
Die Fähigkeit, sich des eigenen Verstandes ohne fremde Leitung bedienen zu können (Immanuel Kant), ist wichtiger denn je. Das bleibt anstrengend, aber nur so ist geistige Weiterentwicklung – und Alleinstellung – möglich! Hier geht es darum, Kunst, Philosophie und Wissenschaft nicht den Jahunderttalenten alleine zu überlassen, sondern selbst kreativ zu werden und Werke zu schaffen, die man bestaunen kann!
Individuelle Ästhetik und Inspiration
Wir entwickeln gedanklich reflektierte Kunstwerke für uns selbst und in Co-Kreation mit Interessenten, die sich selbst in gemeinsamen Gestaltungen wiederfinden möchten. Dabei geht es um eine mentale Verfassung des Verstehens, der Dankbarkeit, der Zuversicht und des Staunens.

Wandbilder
Wandbilder und Bildkombinationen mit persönlicher Botschaft. Für besondere Anlässe, neue Lebensabschnitte, biografische Schlüsselereignisse, künstlerische Vorlieben oder bedeutsame Erinnerungen an die Liebsten.

Ausstellungen
Bildkonzepte zur Zeit- und Kulturgeschichte. Illustrationen für Museen, um vielschichtige Autorinnen, Denker und Künstler begreifbar zu machen. Ausstellungen zu modernen Lebenswelten und Sujets.

Medienprojekte
Maßgeschneiderte Texte, Geschichten und Bildentwürfe für hochwertige Bücher, Websites oder Plakate.
Meta-Skills
Im Business firmiert reflexives Denken unter Oberbegriffen wie „Metakognition“ oder „Meta-Skills“ als Basiskompetenz der neuen Wissensgesellschaft, beschränkt sich jedoch auf die kognitive und die strategische Ebene. Reflexionskunst vervollständigt Meta-Kompetenz um die normative und die ästhetische Dimension und erweitert dadurch ihre Wirksamkeit. Empirische Belege für die praktische Bedeutung von Meta-Fähigkeiten liefert z.B. Prof. Dr. Nele Graf, Leiterin des CompetenceCentre for Innovations & Quality in Leadership & Learning (CILL) an der Hochschule für angewandtes Management in Ismaning und Geschäftsführerin des Beratungsunternehmens Mentus GmbH. Im Februar 2020 veröffentlichte sie eine Studie mit dem Titel „Kompetenzen für die neue Arbeitswelt – welche Meta-Fähigkeiten Mitarbeiter zukunftsfit machen“.